10. August 2017   Start - Aktuell
Minijobs: Unsicher, schlecht Bezahlt und Steuerfinanziert

altMinijobs sind unsicher, niedrig entlohnt und führen zu Minirenten. Sie sind eine Falle besonders für Frauen. Wenn 4,3 Millionen Minijobbende bundesweit mindestens einen Berufsabschluss haben, dann ist die Prekarisierung und Verarmung von SPD und CDU politisch gewollt. Christlich und sozialdemokratische Arbeitsmarktpolitik bedeutet: Billige und flexible Arbeitskräfte. Damit muss Schluss sein! Die Politik muss wieder den Menschen in den Mittelpunkt stellen.
Das Einkommen muss im hier und jetzt, und auch im Alter zum Auskommen reichen. Dafür braucht es einen Mindestlohn von 12 Euro. Es ist doch ein Skandal, wenn über Hunderttausend Menschen in Niedersachsen über 65 Jahren einen Minijob benötigen um ihr Auskommen zu sichern. Da Minijobs nicht mehr Arbeit schaffen, sondern diese nur auf mehr Köpfe verteilt, müssen Minijobs in sozialpflichtige Beschäftigung umgewandelt werden. Das würde nicht nur den Beschäftigten helfen, sondern auch zu einer tragfähigen Finanzgrundlage der Sozialversicherungssysteme beitragen.

Ergebnisse im Einzelnen für Niedersachsen:

 

2016 gab es 765.000 geringfügig Beschäftigte (+2,6 % im Vergleich zum Vorjahr, +11,1 % zu Dezember 2007). Davon sind 61,2% oder 468.234 Frauen.
2016 war jede/r fünfte abhängig Beschäftigte ein Minijobbender: 22,6 % betrug der Anteil der geringfügig entlohnt Beschäftigten an bundesweit allen Beschäftigten. Die Anzahl der Minijobbenden, die diesen zusätzlich zu ihrem Hauptberuf ausüben, ist um 46 % gestiegen.
2016 hatten 241.000 Menschen im Alter ab 55 Jahre haben einen Minijob. 31,4% aller Beschäftigten oder fast ein Drittel aller Beschäftigten in dieser Altersgruppe Im Vergleich zu Dezember 2007 entspricht dies eine Steigerung von 49,6% (161.000 Minijobber). 2016 waren 136.900 Beschäftigte im Alter von 55 bis 65 geringfügig Beschäftigt (+36,4% zu 2007 mit 100.000 Beschäftigten). 103.500 Minijobbenden sind 2016 älter als 65 Jahre (+34,7% zu 2007).
Im Juni 2016 war nahezu jede/r vierte junge Beschäftigte unter 25 Jahren ausschließlich geringfügig beschäftigt (22,9 %). Der Einzelhandel beschäftigte 2016 die meisten Minijobber. Mit 94.000 Beschäftigte ist damit fast jede/r dritte Beschäftigte im niedersächsischen Handel ein Minijobber (2007: noch jede/r Fünfte). Dem folgt die Gastronomie mit 80.800 Minijobber.
Die Ausftockerleistungen Im Jahr 2015: Es gab 42.091 Bedarfsgemeinschaften mit geringfügig beschäftigten Leistungsberechtigten (+1,4% zu 2007 mit 43.319). Die Zahlungsansprüche auf Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitssuchende beliefen sich im Jahr 2015 auf 466 Millionen Euro (+4,9% zu 2007)

 

 

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