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DIE LINKE fordert Deckelung für Dispo- und Überziehungszinsen

Der Bundestag hat diese Woche über Dispo- und Überziehungszinsen beraten. Die Fraktion DIE LINKE hatte in einem Antrag eine gesetzliche Deckelung und Vereinheitlichung gefordert. Wer mit seinem Bankkonto ins Minus gerät, zahlt im Schnitt zehn Prozent Dispozinsen. Die Linksfraktion will, dass der Zinssatz für Dispokredite und Überziehungskredite gesetzlich auf maximal fünf Prozent über dem aktuellen Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) gedeckelt wird.

"Wer am Ende des Monats nicht mehr mit dem Geld hinkommt, sollte dann nicht auch noch kräftig draufzahlen müssen. Es gibt leider immer noch dieses Zerrbild, das Menschen Schulden nur deswegen machen weil Sie unvernünftig haushalten. In der Realität geht es aber oft um unvorhergesehene Ereignisse", kritisierte Victor Perli, Umverteilungspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag.

Das Landesamt für Statistik gibt an, dass im Jahr 2017 der häufigste Grund für Überschuldung in Niedersachsen Arbeitslosigkeit war. Danach kommen Trennungen sowie der Verlust eines Ehepartners und dann Erkrankungen. Unwirtschaftliche Haushaltsführung wird dagegen erst an vierter Stelle aufgeführt. "Millionenkredite für Superreiche und Banken sind fast kostenfrei und Menschen mit weniger Geld haben wegen der Überziehungszinsen schlaflose Nächte", so Perli weiter.

Amira Mohamed Ali, Sprecherin für Verbraucherschutz der Linksfraktion erklärte dazu: "Die Banken bedienen sich mit einer Räubermentalität bei Menschen die sich in einer finanziellen Notsituation befinden. Jeder sechste Mensch nimmt den Dispokredit monatlich in Anspruch. Leiht sich eine Bank selbst Geld bei der EZB muss sie aktuell keine Zinsen bezahlen. Diese Abzocke ist nicht länger hinnehmbar." DIE LINKE ginge mir ihrem Antrag ein grundsätzliche Problem der heutigen Finanzwirtschaft an. "Wir wollen, dass die Banken den Menschen dienen, nicht andersherum" sagte die Abgeordnete aus Oldenburg.


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