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Aufklärung und Prävention statt Repression – für eine moderne Drogenpolitik in Peine

Eine moderne Drogenpolitik muss die Realität der Menschen anerkennen. Repression und Ausgrenzung lösen keine Probleme – sie verschärfen sie. Wir setzen uns daher für eine gesundheitsorientierte, präventive und solidarische Drogenpolitik im Landkreis ein.

 

  1. Drug-Checking als Maßnahme der Schadensminimierung

 

Der Konsum illegalisierter Substanzen findet statt – unabhängig von Verboten. Um Überdosierungen, Vergiftungen und Todesfälle zu verhindern, braucht es niedrigschwellige und entkriminalisierte Angebote zum Drug-Checking. Wir setzen uns auf kommunaler Ebene dafür ein, Modellprojekte für Drug-Checking zu ermöglichen, etwa durch freiwillige Kooperationen mit Apotheken oder mobile Angebote, die anonym und ohne Strafverfolgungsdruck genutzt werden können. Ziel ist es, Konsument*innen über Inhaltsstoffe, Reinheit und Risiken aufzuklären und so akute Gesundheitsgefahren zu reduzieren.

 

2. Ausbau von Beratung und Unterstützung

 

Suchterkrankungen betreffen viele Menschen – oft unsichtbar. Besonders im Landkreis Peine ist das Beratungsangebot für Suchterkrankungen jenseits von Alkohol bislang unzureichend. Wir fordern den Ausbau spezialisierter, niedrigschwelliger Beratungsangebote, die alle Formen von Abhängigkeit ernst nehmen und ohne Stigmatisierung arbeiten. Beratung muss gut erreichbar, kostenlos und auf Augenhöhe stattfinden.

 

3. Obdachlosigkeit und Sucht gemeinsam denken

 

Obdachlosigkeit und Suchterkrankungen sind häufig eng miteinander verbunden. Wer keinen sicheren Wohnraum hat, findet schwer Zugang zu Hilfe- und Therapieangeboten. Wir setzen uns für verzahnte Hilfestrukturen ein, die Wohnungslosigkeit, Suchtberatung und soziale Unterstützung gemeinsam in den Blick nehmen. Ziel ist Hilfe statt Verdrängung.

 

4. Prävention und Aufklärung an Schulen stärken

 

Eine verantwortungsvolle Drogenpolitik beginnt früh. Jugendliche brauchen ehrliche, fachlich fundierte und lebensnahe Aufklärung über Rauschmittel. Wir setzen uns dafür ein, dass präventive Bildungsangebote an Schulen ausgebaut werden, die nicht nur kurzfristige Wirkungen, sondern auch Risiken von Abhängigkeit sowie psychische und körperliche Langzeitschäden thematisieren. Abschreckung hilft nicht – Wissen schon.

 

Unser politischer Grundsatz:

 

Als Linke fordern wir die Entkriminalisierung des Konsums von Rauschmitteln. Die gesundheitlichen und sozialen Folgen problematischen Konsums sind Strafe genug. Auch wenn diese Entscheidung auf Bundesebene getroffen werden muss, richten wir unsere kommunale Politik konsequent an diesem Grundsatz aus: Hilfe statt Strafe, Prävention statt Repression.

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