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Eine soziale Wohnungspolitik für Peine

Gute, sichere und bezahlbare Wohnungen für alle sollten in unserem Land selbstverständlich sein. Doch auch in kleineren Städten wie Peine fehlt zunehmend bezahlbarer Wohnraum. Ursache ist eine Politik, die Wohnungen privatisiert und dem Markt überlässt. Wir wollen das ändern: Wohnen ist ein Menschenrecht – keine Ware.

 

  1. Bezahlbare Wohnungen bauen

 

Kommunale und genossenschaftliche Wohnungsbaugesellschaften sind der beste Weg, dauerhaft günstige Wohnungen zu sichern. Ziel ist es, die öffentliche Hand zu stärken und den Wohnungsmarkt dem Profitinteresse zu entziehen.

 

Unsere Forderungen:

 

  • Kommunalen Wohnungsbau massiv ausbauen

  • Die kommunale Wohngesellschaft Peiner Heimstätte stärken

  • Dauerhafte Sozialbindung für alle neu gebauten und re-kommunalisierten Wohnungen

  • Mieter*innenbeteiligung in kommunalen Gesellschaften, zum Beispiel durch Drittelparität

  • Förderung genossenschaftlicher und gemeinwohlorientierter Bauprojekte

  • Soziale Quoten bei Neubauprojekten: mindestens 30 % geförderter Wohnraum

  • Günstiges Wohnen für Studierende und Auszubildende: Wohnheimprojekte fördern

 

  1. Wohnen ist Menschenrecht: Wohnungslosigkeit beenden

 

Immer mehr Menschen haben keine sichere Wohnung. Sie haben keinen Mietvertrag, kommen in Notunterkünften, bei Verwandten oder Freund*innen unter oder leben auf der Straße. Alle Menschen haben aber das Recht auf eine sichere, bezahlbare und gute Wohnung. Ziel ist, Wohnungslosigkeit zu verhindern und allen Menschen ein sicheres Zuhause zu garantieren.

 

Unsere Forderungen:

 

  • Housing-First-Projekte in Peine etablieren: Jeder Mensch braucht ein sicheres Zuhause

  • Einen kommunalen Fonds einrichten, um drohende Zwangsräumungen zu verhindern

  • Verbot von Energiesperren und Moratorium für Zwangsräumungen in sozialen Notlagen

  • Kommunale Fachstellen für Wohnraumsicherung einrichten und mit Expertise in Mietrechtsberatung sowie ambulanter und aufsuchender Hilfe für Wohnungslose ausstatten

  • Notunterkünfte in Peine verbessern: Fachpersonal, Rückzugsräume für FLINTA*, Jugendliche und queere Menschen, Zugang für Menschen ohne Papiere

 

  1. Wohnen nach den eigenen Bedürfnissen – barrierefrei (um)bauen

 

Wohnungen müssen an die Lebensrealitäten des demografischen Wandels angepasst werden. Ziel ist eine Baupolitik, die Inklusion, Barrierefreiheit und gemeinschaftliche Wohnformen selbstverständlich macht.

 

Unsere Forderungen:

 

  • Neubau und Sanierung kommunaler Wohnungen barrierefrei gestalten

  • Mehrgenerationenhäuser und gemeinschaftliche Wohnprojekte gezielt fördern

  • Aufsuchende Wohnraumberatung für Senior*innen und Menschen mit Hilfebedarf

  • Förderprogramme für den altersgerechten Umbau und Wohnungstausch (»Alt gegen Jung«) ohne Verteuerung von Mietverträgen einführen

  • Finanzielle Unterstützung für barrierefreien Umbau ausweiten

 

  1. Bodenspekulation stoppen – kommunale Planung muss sozial und klimagerecht sein

 

Boden darf nicht länger ein Spekulationsobjekt für private Profite sein. Das treibt Preise in die Höhe und verschärft Ungleichheit. Die Gemeinden im Kreis Peine müssen die Hoheit über Grund und Boden zurückerlangen. Ziel ist eine Bodenpolitik, die Gemeinwohl, Klima und soziale Infrastruktur sichert.

 

Unsere Forderungen:

 

  • Einen kommunalen Bodenfonds einrichten, um Flächen in öffentliches Eigentum zu überführen

  • Das Baugebot nach § 176 BauGB nutzen, um Eigentümer zur zeitnahen Umsetzung von Bebauungsplänen und/oder Wohnungsbau zu verpflichten und Baulücken zu schließen

  • Wertsteigerungen von Boden abschöpfen, wenn diese zu Spekulationszwecken unbebaut bleiben

  • Neubaugebiete mit sozialer Infrastruktur (Kitas, Schulen, Nahverkehr, Grünflächen) planen

  • Vergabe von Bauland an strikte ökologische und soziale Bedingungen knüpfen. Dabei werden mehrgeschossige Bauten und ökologische Tiny Houses priorisiert

  • Vorrang von Neubauten im Innenstadtbereich statt Versiegelung von Naturflächen

  • Nicht-profitorientierte Wohnungsunternehmen von der Grundsteuer befreien

  • Grundsteuer-Umlage auf Mieter*innen abschaffen

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