Das Braunschweiger Land könnte von der Suche nach einem Standort für ein tiefengeologisches Lager für hochradioaktiven Atommüll betroffen sein. Denn hier gibt es Tonvorkommen, die grundsätzlich für das Suchverfahren infrage kommen.
Seit 2017 läuft die neue Suche für ein langfristiges Atommüll-Lager. Der Staat gibt vor, aus den vergangenen Versuchen gelernt zu haben und verspricht einen wissenschaftlich basierten Prozess mit ausreichender Bürger*innenbeteiligung. Doch damit ist es nicht weit her.
Angela Wolff von .ausgestrahlt wird die aktuelle Entwicklung zur Standortsuche beleuchten und der Frage nachgehen: Wie lässt sich ein schlechtes Lager verhindern?
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Worum es geht:
Im März 2017 hat der Bundestag das Standortauswahlgesetz (StandAG) verabschiedet. Damit ist das Verfahren zur Bestimmung des deutschen Atommüll-Lager-Standortes für hochradioaktive Abfälle vorgegeben. Die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt hat das Suchverfahren auf den Prüfstand gestellt und zeigt gravierende Mängel auf: darunter fehlende Mitbestimmungsrechte für Betroffene, wissenschaftliche Unschärfe, dehnbare Entscheidungskriterien und ein viel zu eng angelegter Zeitrahmen. Dieses Verfahren läuft Gefahr, nicht zu einem geeigneten Atommüll-Lager zu führen, sondern in eskalierende Konflikte mit der Bevölkerung an den betroffenen Standorten.
Angela Wolff, Redakteurin der bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, arbeitet intensiv zum Thema Atommüll. Ihre kritische Sicht auf die Rahmenbedingungen des Standortauswahlverfahrens hat sie vielfach in .ausgestrahlt-Publikationen niedergeschrieben. Der bisherige Verlauf der Atommülllager-Suche zeigt, dass diese Kritik begründet und dringend nötig ist. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion und Beantwortung von Fragen
Veranstaltungsort: Gewerkschaftshaus Braunschweig
Wilhelmstraße 5
38100 Braunschweig
